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5 Jahre Lokale Agenda 21 in Wien - und die Josefstadt macht mit

2002 startete die Lokale Agenda 21 als gesamtstädtisches Modell, das den BürgerInnen ermöglicht, an der nachhaltigen Entwicklung ihres Bezirkes mit zu arbeiten. 2003 begannen die Bezirke 5,7,9,15 und 22 mit der Agenda-Tätigkeit, 2004 kam Liesing hinzu, 2005 die Bezirke 4 bzw. 3 und nun im Herbst 2007 startet die Josefstadt mit dem Lokalen Agenda-Prozess. Die neue “Nachlese 2007” zieht eine sehr erfreuliche Bilanz über die Aktivitäten und Erfolge der vergangenen 5 Jahre: in 8 Bezirken sind über 80 Agenda-Gruppen entstanden. Die Menschen haben den Begriff ‚nachhaltige Bezirksentwicklung’ mit konkreten Projekten gefüllt, um die Lebensqualität im Grätzel zu verbessern.

Pressekonferenz am Montag 22. Oktober 2007 um 10.30 Uhr

Ort: Südwind, Laudongasse 40, 1080 Wien

  • DI Rudi SCHICKER, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr
  • Martina MALYAR, Bezirksvorsteherin des 9. Bezirks
  • Heribert RAHDJIAN, Bezirksvorsteher des 8. Bezirks
  • Andrea BINDER-ZEHETNER, Geschäftsführerin Verein Lokale Agenda 21 Wien
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Planungsstadtrat Rudi Schicker unterstreicht dabei die Wichtigkeit der Lokalen Agenda für die Stadtentwicklung: „Die zahlreichen Projekte beweisen, dass wir mit der Lokalen Agenda ein passendes und erfolgreiches Modell haben, mit dem die Politik und die BürgerInnen gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Bezirks- und Stadtentwicklung finden.“ Viele BürgerInnen haben in der Lokale Agenda mitgeholfen, neue attraktive Straßenräume und öffentliche Plätze zu gestalten. Engagierte RadfahrerInnen setzten sich für Ver­besserungen auf Radwegen und Radrouten ein und initiierten Aktionen zur Bewusstseins­bildung. Jugendliche wurden für die Schaffung neuer Freizeit­räumlichkeiten aktiv und suchten im Rahmen des Generationendialogs den Kontakte zu älteren Menschen. KünstlerInnen knüpften neue Netzwerke, um die Grätzeln zu beleben. Interkulturelle Agendagruppen sind aktiv, damit Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen einander kennenlernen und besser verstehen. „Diese Fülle an Ideen und das hohe Engagement der BürgerInnen in der Ideenentwicklung und Projektumsetzung sind für die Bezirke und die Stadt sehr wertvoll”, betont Stadtrat Schicker.

 

Viele Agenda-Projekte schon umgesetzt

 

Von den rund 80 Agenda-Projekten wurde die Mehrzahl bereits umgesetzt. Eine Reihe bemerkenswerter Projekte zeigt, wie viel innovatives Potenzial im Dialog zwischen BürgerInnen, Politik und Verwaltung liegt:

 

- die “Junge Box” in der Donaustadt – zwei neue selbstverwaltete Jugendtreffs

Zwei Agenda-Gruppen in der Donaustadt haben mit der “Jungen Box” des Architekten Moosmann nicht nur neue Freizeiträume für Jugendliche geschaffen. Neu ist auch, dass es sich um - von BürgerInnen und Jugendlichen - selbstverwaltete Treffs handelt. Die Betreuung durch die JugendarbeiterInnen der Stadt Wien erfolgt mobil. Auf die Mitsprache und Mitbestimmung wird größten Wert gelegt und die JugendarbeiterInnen planen alle Freizeitaktivitäten gemeinsam mit den Jugendlichen.

 

- Arbeitskreis öffentlicher Raum: neue Planungskultur am Alsergrund

Durch die gute Zusammenarbeit der Agenda-Gruppe “Arbeitskreis öffentlicher Raum” und der Bezirksentwicklungskommission wurden Prioritäten für Verbesserungsmaßnahmen im öffentlichen Raum erarbeitet. Der Arbeitskreis hat verschiedene Grätzeln des Bezirks begangen, sammelte Verbesserungsvorschläge und dokumentierte diese in einem ausführlichen Bericht mit Übersichtskarten. Kleinere Maßnahmen setzte der Bezirk sofort um. Die Prioritätenliste für weitere Maßnahmen wurde ebenfalls im Dialog mit dem Arbeitskreis erstellt. “Die Vorteile der LA 21 liegen darin, dass hier Projekte Schritt für Schritt in viel engerem Einvernehmen mit der Bevölkerung erarbeitet werden können, als das allein im Rahmen der politischen Gremien im Bezirk – namentlich der Ausschüsse und Kommissionen – möglich wäre.“ meint Bezirksvorsteherin Martina Malyar.

 

- Der Augustinplatz in neuem Glanz - mehr Qualität durch Beteiligung

Der Umbau des Augustinplatzes im 7. Bezirk ist voll im Laufen. In intensiver Diskussion mit Bezirkspolitik, Wiener Linien, Magistratsdienststellen und AnrainerInnen bemühte sich die Agenda-Gruppe um eine optimale Gestaltung dieses Platzes. Vielen Detailfragen wurde Aufmerksamkeit gewidmet und die Geschichte des Platzes wurde im Zuge der Planungs­arbeiten aufbereitet und in einer Ausstellung präsentiert. Ergebnis ist ein zum Verweilen attraktiver Platz mit deutlich mehr Freiraum. Ein Stück neue Lebensqualität in einem dicht verbauten Innenstadtbezirk.

 

- Interkulturelle Begegnungen für eine besseres Miteinander

Viele Agenda-Gruppen haben sich dem besseren Kennenlernen von Kulturen und Religionen verschrieben und setzen laufend Aktivitäten. Die Gruppen “Sprachhilfe”, Interkulturelles Zusammenleben”, “Begegnungen in Sprache”, “Interreligiöser Dialog” und “Albatros: Deutsch-Türkische Bibliothek” zeigen, dass viele Menschen sensibel gegenüber Fragen des Zusammenlebens in Großstädten sind. Sie leisten unverzichtbare Beiträge für ein besseres Miteinander durch Bewusstseinsbildung und viel direkte Kommunikation.

 

BürgerInnen schätzen Wissenszuwachs und den Aufbau sozialer Kontakte

Die Evaluierung der Agenda-Prozesse in 6 Bezirken zeigt, dass die BürgerInnen neben der Umsetzung ihrer Projekte den fachlichen Wissenszuwachs als auch die Erweiterung kommunikativer Kompetenzen sehr schätzen. Zudem entstehen soziale Netzwerke, die über die Zusammenarbeit im Agenda-Projekt hinaus andauern.

 

Neue Kultur der Zusammenarbeit beginnt sich zu etablieren

Die in der Agenda aktiven PolitikerInnen, ExpertInnen des Magistrats und BürgerInnen nehmen eine neue Gesprächskultur wahr. Über die vergangenen Jahre hat sich ein höheres Verständnis den jeweiligen PartnerInnen gegenüber entwickelt. Alle Beteiligten wissen nun, wie die jeweils anderen Systeme funktionieren. Das hilft, um geeignete Vorgangsweisen zu finden, um zu einer bessere Einschätzung von Realisierungschancen zu kommen und sich auf die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der PartnerInnen einzulassen.

 

Guter Erfolg bringt Verlängerung und mit der Josefstadt einen neuen Bezirk

Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian freut sich, dass die Josefstadt nun an der „Lokalen Agenda 21“ (LA21) teilnimmt. Für die Lokale Agenda 21 Josefstadt wünscht sich Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian: „Die Bevölkerung möge diese Chance der Beteiligung erkennen und ergreifen. Alle Menschen unseres Bezirks sind ab sofort aufgerufen, mitzuwirken.“ Von der Agenda 21 erwartet er sich einen deutlichen Entwicklungsschub für die Josefstadt. Rahdjian ist überzeugt: „Mit den BürgerInnen im Dialog werden wir neue Projekte und Lösungen für die Josefstadt umsetzen.“

 

In den Bezirken 5,7,9,15,22 und 23 wären in diesem Frühjahr die LA 21 Prozesse ausgelaufen. Das hohe Engagement der Beteiligten und die guten Ergebnisse führten zu Verlängerungen. Viele Agenda-Gruppen freuen sich nun, dass sie ihre neuen Ideen weiterhin im Rahmen der Lokalen Agenda 21 realisieren können.

 

Rückfragehinweis: DI Thomas Keller
GGr. Stadtentwicklung & Verkehr
Tel.: 4000/81420
kel@gsv.magwien.gv.at

Andrea Binder-Zehetner
Verein Lokale Agenda 21 Wien
Tel.: 585804010
binder-zehetner@la21wien.at

 

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