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Local Agenda 21 and Work (Rom)

Am 28. und 29. November 2003 fand in Rom das internationale Symposion “Local Agenda 21 and Work” statt, dessen zentrales Thema die Bedeutung von Wirtschaft und Arbeit für eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen war. Aber auch die derzeitigen politischen Trends, ethnische, kulturelle und methodische Fragen zur nachhaltigen Entwicklung sowie die aktuelle Situation von LA 21 Prozessen in Europa standen zur Diskussion.

 

Hinsichtlich der Effekte der LA 21 wurde mehrfach hervorgehoben, dass sie eine deutliche Mobilisierung des Sozialkapitals von kommunalen Einheiten bewirke und neue „Player“ im Spiel der kommunalen Kräfte einbeziehe, dass es aber vielen LA 21 Prozessen an politischen Grundsatzentscheidungen, an institutioneller Stabilität (z.B. Einrichtung von Büros), an ausreichender Experten- und Stakeholderunterstützung sowie an permanenter Öffentlichkeitsarbeit mangle. Auch die Finanzierung der Prozesse, die Bezüge zur Kommunalpolitik (Stadtplanung, Leitbildentwicklung) und die Beteiligung der Bevölkerung wurden als mangelhaft bei den meisten LA 21 Initiativen genannt.

Die Berichte über die gegenwärtige Situation der LA 21 Prozesse in Europa fielen sehr unterschiedlich aus und ließen sowohl auf ein Nord-Süd- als auch auf ein West-Ost-Gefälle schließen, mit den besten Bedingungen in Skandinavien und den schlechtesten in Osteuropa. Österreich scheint diesbezüglich eine sehr gute Mittelposition einzunehmen, obwohl ein exakter Vergleich der Länder aufgrund der verfügbaren Daten kaum möglich erscheint.

Das Symposion wurde schließlich auch genutzt, um ein Netzwerk zur Forschung, Stützung und Förderung von LA 21 Prozessen in Europa anzubahnen. Angeknüpft wurde dabei an einen Vorschlag des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (Prof. Eckart Hildebrandt) für ein Integriertes Projekt im 6. EU-Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2002-2006) mit dem Titel „Joint Work in Local Agenda 21 in EU Countries“. Bis zum Herbst 2005 soll ein LA 21 Netzwerk mit Partnern aus möglichst vielen EU-Ländern eingerichtet werden, in dem sowohl die bisherigen Erfahrungen mit LA 21 Prozessen ausgewertet als auch forschungsbasierte Initiativen zur Neuausrichtung und Adaptierung von LA 21 Aktivitäten innerhalb der europäischen Union gesetzt werden sollen.

A.Univ.Prof. Dr. Rainer Maderthaner
(Vorsitzender des LA 21 Wien Beirates)

 

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