Personal tools
You are here: Home Die LA 21 Bezirke 3. Bezirk Agendaprojekte/ Agendagruppen Agendagruppen ruhende Agendagruppen Gender-Plattform
Document Actions

Gender-Plattform

Die Agendagruppe möchte auf unterschiedliche Bedürfnisse von Buben und Mädchen in der Schule und im öffentlichen Raum aufmerksam machen. So entstand der bedürfnisgerecht gestaltete Joe-Zawinul-Park am Klopsteinplatz, Workshops und Vorträge werden organisiert sowie der Spielplatz der GTVS Landstraßer Hauptstraße verbessert.

logo agenda

  

Gründung: 2005; Während die Workshops zu geschlechtssensiblen Pädagogik weiterhin stattfinden, sind die Projekte zur Umgestaltung des Spielplatzes GTVS sowie des Klopsteinplatzes bereits abgeschlossen.

Zur Fotogalerie...

Bei Interesse an der Agendagruppe übermitteln wir Ihnen gerne die aktuellen Protokolle: buero@agenda-wien.at

 

Ausgangslage, Ziele, AkteurInnen

PädagogInnen der VS (Volksschule) Petrusgasse, der GTVS (Ganztagesvolksschule) Landstraßer Hauptstraße sowie Eltern und ExpertInnen für geschlechtssensible Pädagogik formierten sich 2005 zur „Gender-Plattform“. Ziel der Agendagruppe ist es, auf unterschiedliche Bedürfnisse von Buben und Mädchen in der Schule sowie unterschiedliche Rollenmuster aufmerksam zu machen.
Es wurde eine Plattform für verschiedene Themen rund um Gender Mainstreaming gebildet, um geschlechtssensible Pädagogik über die Schulgrenzen hinweg zu thematisieren und einen Austausch / eine Bestärkung von LehrerInnen zu ermöglichen (Vortragsreihe / Workshops). Weiters Ziel der Gender-Plattform ist die geschlechtergerechte Gestaltung von Schulfreifreiflächen bzw. öffentlichem Raum. Dies spiegelt sich in den beiden Projekten zur Umgestaltung des Spielplatzes der GTVS Landstraßer Hauptstraße und des Klopsteinplatzes.

 

Aktivitäten

Vortragsreihe / Workshops

Um ihre Ideen umsetzen zu können bzw. entsprechende Förderungen lukrieren zu können gründete die Gruppen 2006 den Verein Gender-Plattform. 

Bisher wurden folgende Vorträge organisiert: 

  • Einführungsworkshop "Warum Frauen gut einparken und Männer gut zuhören können" von Mag. Renate Tanzberger vom Verein EfEU (www.efeu.or.at) und der Bubenarbeiter Philipp Leeb.
  • "Gender und Erziehung - Theorie und Praxis einer geschlechtergerechten Schule“
  • „Platz Da!! - Nutzung von Schulfreiräumen für Mädchen und Buben“ von Rosa Diketmüller, Professorin beim Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport

Weiteres entwickelte die Untergruppe „Vortragsreihe“ einen Workshop: „Gender und Erziehung“ und führte in den letzten Jahren bereits zahlreiche dieser Einstiegsworkshops unter dem Titel "Rolle vorwärts - Abbau von Rollenbildern" und "Ganz schön stark - Möglichkeiten geschlechtssensibler Pädagogik, Praxis" zur geschlechtssensiblen Pädagogik in Kindergärten, Volks- und Mittelschulen und außerschulischen Einrichtungen sowie im Rahmen von Elternworkshops durch. Weiters wird eine Langzeitbegleitung von pädagogischen Einrichtungen angeboten, die sich mit dem Thema Geschlecht intensiver auseinandersetzen wollen oder dem pädagogischen Standort diesen Schwerpunkt geben wollen.  Informationen zur Anmeldung etc. sind im Workshopfolder zu finden.

 

Umgestaltung Spielplatz GTVS

Der Spielplatz im Wohnpark Rennweg wird von SchülerInnen der GTVS Petrusgasse und BewohnerInnen des Wohnparks genutzt. Anliegen der Agendagruppe ist es, diesen Platz für Mädchen attraktiv zu machen. Die notwendigen Umgestaltungsmaßnahmen wurden bereits 2006 in Gesprächsrunden mit den zuständigen Magistratsabteilungen koordiniert. 2007 konnte erreicht werden, dass bereits wichtige Gestaltungsmaßnahmen wie die Errichtung einer Nestschaukel und die Teilung eines großen in zwei kleine Ballspielflächen durchgeführt wurden. Bei weiterführenden Gesprächen mit der MA 56 und der MA 42 wurde geklärt, dass im laufenden Budget keine Mittel für weiterführende Maßnahmen wie z.B. die Errichtung eines Weidentunnels oder ein Wasserspielbereich vorgesehen sind. Eine zweite Nestschaukel konnte jedoch im Frühjahr / Sommer 2008 montiert werden!

 

Neugestaltung Klopsteinplatz - Neuer Joe-Zawinul-Park -> siehe auch www.partizipation.at

Auf Grund von unattraktiven Spielmöglichkeiten für Kinder, Lärmbeschwerden der AnrainerInnen (Ballkäfig), als auch durch das Fehlen von ausreichender Grünflächen,die zum Verweilen einladen, wurde der Klopsteinplatz von der Bevölkerung bisher nicht sehr intensiv genutzt. Daran setzte die Agendagruppe an und thematisierte den Bedarf der Neugestaltung des Klopsteinplatzes im Gespräch mit den Bezirk.

So wurde mit Unterstützung des Agendabüros ein intensiver Beteiligungsprozess mit über 800 Kindern und Erwachsenen initiert und durchgeführt. Mehrere Bausteine wie AnrainerInnencafé, Kinderbeteiligungs-Workshop, Exkursion und Planungswerkstatt ermöglichten eine breite Einbeziehung der NutzerInnen (Kinder, AnrainerInnen, SeniorInnen, Jugendliche, VerkehrsteilnehmerInnen, HundebesitzerInnen, Eltern und PädagoInnen). Der Beteiligungsprozess wurde 2007 mit einer Resonanzgruppe und Zukunftswerkstatt fortgesetzt, sodass als Ergebnis eine Liste der zehn wichtigsten Nutzungswünsche entstand, welche durch PlanerInnenworkshops mit ExpertInnen in konkrete Planungsvorschläge mündeten:

10wuensche

 

Im Anschluss organisierte das Agendabüro zwei „PlanerInnenworkshops“ gemeinsam mit den PlanungsexpertInnen der Stadt Wien (MA42 – Stadtgartenamt, MA18 – Mehrfachnutzung, Gebietsbetreuung Erdberg), wo ein Strukturplan erarbeitet wurde. Dieser bildet die Grundlage für die weiteren Gespräche mit dem Bezirk, in denen die Finanzierung des Projektes geklärt werden sollte. Im Anschluss wurde der Plan bei den Schulfesten der VS Petrusgasse sowie der GTVS Landstraßer Hauptstraße präsentiert.

Parallel versuchte das Agenda-Team, die Magistratsabteilung MA56 (Städtische Schulverwaltung) in die Planungen einzubinden, da die Öffnung des Schulhofes einen der wesentlichen Punkte der Planungen darstellte. Im Herbst 2007 wurden vom Agenda-Team offene Fragen bezüglich der Finanzierung abgeklärt und politisch abgestimmt. Moderierte Gespräche mit der Bezirkspolitik, den Magistratsabteilungen MA18, MA42 und MA56 sowie ExpertInnen sicherten von Beginn an einen regelmäßigen Informationsaustausch.

Im Frühjahr 2008 wurden der Budgetbeschluss in den zuständigen Gremien und die offizielle Planungsbeauftragung der MA42 durch den Bezirksvorsteher gefeiert. Der Planungs-Letztstand wurde den Beteiligten im Juni 2008 im Rahmen des Schulfestes am Klopsteinplatz vorgestellt und das Agendabüro bedankte sich für die intensive Partizipation.

Im Herbst 2008 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, welche im Frühjahr 2009 intensiv fortgesetzt wurden.

Benannt wurde der neu gestaltete Park nach der Jazz-Legende Joe Zawinul, der in der Nähe des Parks wohnte.

Am 3. Juni 2009 wurde der Park mit einem ganztägigen Festprogramm und einem herzlichen Dankeschön an alle Beteiligten (CDs von Joe-Zawinul, Fotos vom Prozess, Blumen und Urkunden für Kinder) eröffnet. Neben Jazzklängen gab es unter Anderem auch Tanz- und Theatervorführungen unter Beteiligung von Kindern sowie ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Bürgermeister Dr. Michael Häupl eröffnete den Park gemeinsam mit Stadträtin Mag.a Ulli Sima, Stadtrat DI Rudi Schicker, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Bezirksvorsteher Erich Hohenberger mit einem bunten Umzug durch den Park.

 

Konkrete Ergebnisse

Die Ergebnisse des kooperativen Planungsprozesses haben Vorbildcharakter für Wien: Die Straße zwischen Schule und Park wurde als verkehrsfreier Kommunikations- und Bewe-gungsort in den Park integriert. Der Joe-Zawinul-Park wurde damit um 700m² auf knapp 2.000m² vergrößert!  Es wurde mehr Bewegungs- und Freiraum für Kinder auf Kosten einen kleinen Umwegs für AutofahrerInnen geschaffen. So können sich Kinder gefahrlos und spie-lerisch von einem Spielort zum Nächsten bewegen. Auch die Öffnung des Schulhofs für alle LandstraßerInnen wurde gemeinsam mit der Magistratsabteilung MA56 (Städtische Schul-verwaltung) vorbereitet und mitgedacht.

Die beiden neuen Hauptwege sorgen nun für eine gute Querung von allen Seiten. Die neue Parkmitte bietet großzügige offene Flächen für Bewegungsspiel und gemütlichen Aufenthalt. Für ältere BewohnerInnen gibt es einen Brunnenplatz zum Plaudern. Jugendlichen können auf den beliebten Wellenbänke „Rumhängen“. Pflanzbeete mit Blütenstauden, Gräsern und niederen Sträuchern rahmen Bewegungsflächen ein. Für die Kleinsten gibt es eine Eltern-Kind-Zone mit Sitzplatz, Spielwiese mit Geräten und reichlich Sand.

Unter einem großen alten Ahorn, umgeben von neuen Bäumen, ruht ein Baumhaus mit einem Seiledschungel zum Verweilen, Klettern und Rutschen. Der Ballspielplatz (Käfig mit besonders lärmarmen Gitter), am Rand situiert, begrenzt den Park und lädt zur Kommunikation zwischen Spielenden und Zuschauer/innen ein. Speziell für Kinder im Volksschulalter werden nun verschiedene aufgemalte Hüpfspiele auf der stillgelegten Straße angeboten. Bänke und Streetball runden die Gestaltung der ehemaligen Straße ab. (siehe Materialien)

Neben der Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mädchen und Buben bei der Planung des Parks, fördert auch die regelmäßige Parkbetreuung durch JUVIVO.03 eine faire Nutzung des öffentlichen Raums.

 

Prämierung als Best-Practice-Beispiel

Es konnten die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern, von Alten und Jun-gen sowie von mobilen und weniger mobilen Menschen bei der Planung berücksichtigt werden. Das zeigt auch die Prämierung des Projekts beim Wettbewerb  „Stadt fair teilen - Beispiele für den fair geteilten öffentlichen Raum“ der Magistratsdirektion Baudirektion - Leitstelle Alltags- und Frauengerechtes Planen und Bauen: Aus den wienweit eingereichten Projek-ten wurde der Joe-Zawinul-Park im Mai 2009 als Best Practice – Beispiel prämiert. Die Ausstellung (siehe Materialien) mit den Siegerprojekten wurde am 12. Mai 2009 eröffnet.

 

Praxisbeispiel auf www.partizipation.at

Weiters wurde das Projekt "Geschlechtssensibler Joe-Zawinul-Park" als Praxisbeispiel für die Web-Plattform www.partizipation.at zum Thema Partizipation und Nachhaltige Entwicklung angefragt. Seither ist das Projekt als Praxisbeispiel zu finden.

 

ORF-Beitrag zum Joe-Zawinul-Park

Doris Voss-Gruber und Susanne Blach von der Agendagruppe "Gender-Plattform" waren am Pfingstsonntag 2010 im Interview mit dem ORF zu sehen. Details dazu im Agendabüro!

 

AnrainerInnencafé

Am 16. Juni 2010 – etwa ein Jahr nach der Eröffnung des Joe-Zawinul-Parks –  lud die Agenda Wien Landstraße AnrainerInnen in den neuen Park ein, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und gemeinsam Resümee zu ziehen. Weitere Institutionen, die sich für ein Miteinander im Joe-Zawinul-Park einsetzen, nahmen beim AnrainerInnen-Café teil, um sich vorzustellen und bei Kaffee und Tee zum Gespräch einzuladen: JUVIVO.03, das Jugend- und Stadtteilzentrum Come2gether, das Fair-Play-Team, die Waste Watcher, das Stadtgartenamt, die Bezirksvorstehung, die Wohnpartner und die Gebietsbetreuung Stadterneuerung Landstraße. Einladung hier!

Aufgrund starker Regenfälle fiel  die Teilnahme der AnrainerInnen leider sehr gering aus. Für die NetzwerkpartnerInnen ergab sich jedoch die Möglichkeit des Kennenlernens und Erfahrungsaustausches in die Volksschule Petrusgasse. So wurde beispielsweise auch die  Taubenfütterung beim Joe-Zawinul-Park thematisiert.

Eine Auflistung der AnsprechpartnerInnen rund ums „Miteinander im Park“ wurde an alle Einrichtungen zur weiteren Verteilung an deren KlientInnen übergeben und ist hier zu finden.

Außerdem erstellte die Planerin des Parks einen Fragebogen zur Nutzung des Parks, welcher beim Schulfest aufgelegt und an alle Beteiligten versandt wird. NutzerInnen des Parks sind herzlich eingeladen, den Fragebogen ausgefüllt an buero@agenda-wien3.at zu senden. Vielen Dank!

 

Nächste Arbeitsschritte 

Da die Umgestaltung des Klopsteinplatzes nun fertig gestellt ist, nahm die Agendagruppe bei der Gender-Plattform im März 2010 eine Umstrukturierung des Vereins vor.

Die Aktivitäten rund um den Joe-Zawinul-Park ruhen bis sich der Stand der Dinge bezüglich weiterführender Verbesserungsmaßnahmen des Spielplatzes der GTVS und des Schulhofes der Volksschule Petrusgasse beim Joe-Zawinul-Park ändert.

Die Workshops für Eltern zur Thematisierung von Rollenbildern finden weiterhin über den Verein Gender-Plattform statt. Informationen zur Anmeldung etc. sind im Workshopfolder zu finden.

Bezüglich der Taubenfütterung beim Joe-Zawinul-Park steht die Agenda Wien Landstraße weiterhin in Kontakt mit diversen Einrichtungen wie den Waste Watchern, der Gebietsbetreuung und der Wiener Tierschutzombudsstelle.

 

Kontaktperson

Agendabüro Landstraße

  

Materialien

Fragebogen zur Nutzung des Joe-Zawinul-Parks - Bitte ausfüllen und an buero@agenda-wien3.at bzw. Agenda Wien Landstraße, Neulinggasse 36, 1030 Wien senden. Vielen Dank!

Projektbeschreibung für www.partizipation.at

Letztstand: Planung Klopsteinplatz (Juni 2009)

Prozessverlauf Gesamt (Juni 2009)

Ausstellungsplakate Stadt fair teilen (Mai 2009)

Projektbeschreibung für den Wettbewerb "Stadt fair teilen"

Kurzinformation zur Bepflanzung, Ballspielkäfig und Transparenz

Baumgutachten-Gesamt

Planungsentwurf Klopsteinplatz-Schulhof vom 16.07.2008

Strukturplan Klopsteinplatz vom 16.05.2007

Ansichtsplan Klopsteinplatz vom 05.05.2008

Zusammenfassung Aktivitäten und Erreichtes Gender Plattform 2005-2008

Erfahrungsbericht (siehe auch "Mehr Wissen") Partizipative Gestaltung von Freiräumen durch Kooperation (2012) - Am Beispiel des Joe-Zawinul-Parks im 3. Bezirk

 

 

aktuelle Termine

Zurück zum 3. Bezirk

 

 

 

 

 

 

 

 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: