Personal tools
You are here: Home Die LA 21 Bezirke 23. Bezirk Gruppen Steine der Erinnerung
Document Actions

Steine der Erinnerung

Agendagruppenseite Steine der Erinnerung

Gruenplan 23
         
steinedererinnerung titelbild
   

 

 
   

Steine der Erinnerung

   
   

Gedenken der Liesinger Opfer des Nationalsozialismus

Ausgangslage
Seit Februar 2013 treffen sich 6 engagierte BewohnerInnen aus Liesing im AgendaBüro um den Opfern des Nationalsozialismus in Liesing durch Gedenktafeln und Gedenksteine zu erinnern. Im September 2013 wurde der Verein „Steine der Erinnerung in Liesing“ gegründet.

   
   

Gründung der Gruppe:
Der Verein entstand aus einer Gruppe von Leuten, die sich schon in der AgendaGruppe Interkulturelles Zusammenleben in Liesing seit Februar 2013 über das Thema ausgetauscht hatten und dazu auch ein Projekt machen wollten. Seit Februar 2013 trifft sich die AgendaGruppe "Steine der Erinnerung in Liesing". In der Aufbauphase ging es um Vernetzung und Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) sowie mit Organisationen im Bezirk und um die Vernetzung mit dem Verein "Steine der Erinnerung". Von Dokumentationsarchiv erhielten wir in dieser Zeit eine Namensliste von Menschen, die in Liesing gelebt haben, aus rassistischen oder aus politischen Gründen deportiert, ermordet bzw. in den Selbstmord getrieben wurden.

 

 

   

Was sind die Ziele der Gruppe?
Erinnerung braucht Wissen

Wir haben uns zum Ziel gesetzt der Opfer des Holocaust und des nationalsozialistischen Terrors zu gedenken. Diese Erinnerung soll an jenen Orten sichtbar werden,  an denen Menschen gelebt haben, die während des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert und ermordet wurden. Vor den Häusern, in denen diese Personen gewohnt haben, sollen „Steine der Erinnerung“ verlegt werden. Die Verankerung des Projektes in der Bevölkerung, zum Beispiel in Form von Patenschaften, Spenden oder anderen Formen der Teilnahme, ist für uns von zentraler Bedeutung. Ein weiteres Ziel der Gruppe ist es, dass in öffentlichen Veranstaltungen der Opfer aus Liesing gedacht und durch Vorträge, Lesungen, Diskussionsrunden, eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus geführt wird.

Eine Geschichtsvermittlung hat zwei zusammenhängende und dennoch unterschiedliche Aufgaben: Sie hat darüber zu verhandeln, was geschehen ist, und darüber, was es für die Gegenwart bedeutet.

Um diese Ziele zu erreichen, sind Informations-und Kulturveranstaltungen und Publikationen in Form von Broschüren oder Flugblättern geplant.
Die materiellen Mittel sollen durch Mitgliedsbeiträge, durch Patenschaften, durch Spenden oder durch Subventionen aufgebracht werden.

   
    Erste Aktivitäten:
   
   

Die ersten 4 Steine wurden im Oktober 2013 verlegt, und zwar für Therese Klostermann, die aus politischen Gründen verfolgt wurde und 1944 am Landesgericht Wien hingerichtet wurde, an der Adresse 1230 Carlbergergasse 39, wo sich heute die Firma Windhager befindet.
Weiteres wurden Steine für Sidonie und Hedi Blum verlegt, die aus rassischen Gründen verfolgt wurden, und zwar in 1230 Breitenfurterstraße 316-318. In diesem Haus hatte Familie Blum 1937 /1938 gelebt. Sidonie Blum und ihre Tochter Hedi wurden 1942 in Mali Trostinec bei Minsk ermordet. Der dritte Stein, der verlegt wurde, befindet sich an der Adresse 1230 Kroißberggasse 8 und wurde zum Gedenken an Familie Kunke verlegt. Hans Kunke war Mitglied des illegalen Zentralkomitees der sozialistischen Partei. Er und seine Geschwister Cilli und Herta Kunke wurden rassistisch und politisch verfolgt, deportiert und ermordet. Auch für Steffi Kunke, geborene Jellinek, die bei ihrer Tante Flora Jellinenk aufwuchs und dann das LehrerInnenseminar absolvierte, wurde an der Adresse Maurer Langegasse 47 ein Erinnerungsstein verlegt. Sie wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Diese 4 Steine wurden von den Sozialistischen Freiheitskämpfern in Liesing und von der Lokalen AgendaGruppe "Steine der Erinnerung in Liesing" finanziert. Am 9.11.2013 gab es anlässlich des 75jährigen Jahrestages des Novemberpogromes auch einen Festakt, der vom Verein Steine der Erinnerung in Liesing und der AgendaGruppe veranstaltet wurde. Es wurde in diesem Zusammenhang der Opfer Therese Klostermann und sowie Sidonie und Hedi Blum gedacht, indem an diesen Adressen Treffen stattfanden, zu denen die Bevölkerung des Bezirkes eingeladen wurde. Im Anschluss gab es eine einstündige Feier in der Liesinger Bücherei. Es wurden Gedichte aus dieser Zeit von Burgschauspieler Hans Dieter Knebel gelesen, es spielte die Klezmer- Band Pallawatsch. Bei dieser Veranstaltung waren ca. 65 Gäste, darunter einige politische und auch kirchliche VertreterInnen des Bezirkes.

FOTOS zur Veranstaltung
FLYER zum download

Weitere Aktivitäten sind in Planung.

Homepage zur Vereinsseite "Steine der Erinnerung"

  steine der erinnerung

steine der erinnerung


steine der erinnerung
    >>zurück zur Übersicht    
   



   
         
 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: